Historischer Wanderweg

Historischer Wanderweg Giswil
Der Historische Wanderweg Giswil besteht aus zwei Teilen:
Route 1: Rudenz und Kleinteil, Start beim Bahnhof Giswil.
Marschzeit ca. 2 Stunden.
Route 2: Grossteil, Start bei der Kirche Grossteil, Marschzeit ca. 2 Stunden.
Beide Routen sind gut und leicht begehbar mit
gekennzeichnet, sie können miteinander kombiniert (siehe Plan) oder mit dem Velo befahren werden.
Eindrückliche und vergnügliche Einblicke in Giswils Ortsgeschichte auf dem Historischen Wanderweg wünscht Ihnen
Giswil-Mörlialp Tourismus
Verpflegungsmöglichkeiten:
| Picknick:
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Plan Historische Wanderweg |
1. Burgruine Giswil
Der Wohnturm wurde im 13. Jahrhundert erbaut und hat seinen Namen vom Geschlecht der Rudenz, das aus dem Berner Oberland (Meiringen) stammte, wo Ritter Heinrich I. 1252 erstmals belegt ist.
1314 zinsten die Rudenz ab Gütern in Giswil dem Kloster im Hof zu Luzern und der Namen „Rudentz“ erscheint bereits als Flurname. Mitte des 14. Jahrhunderts ging auch das Meieramt von Giswil an die Rudenz über. In der Zeit von 1361-1366 verkauften sie jedoch ihren ganzen Besitz im Berner Oberland und in Obwalden, um das Erbe des letzten Freiherrn von Attinghausen in Uri antreten zu können.
1478 ist die „Veste“ Rudenz im Besitz des berühmt-berüchtigten Landammanns Heinrich Bürgler (Amstaldenhandel).
Im 16. Jahrhundert wurde die Burg zu einem Haus umgebaut. Der Basler Konrad Schnitt schrieb um 1530: „Burg Rudenz nit wit vom Hunwiler Seeli ist jetzt ein Hus“. Es scheint, dass das Haus mit der Burg langsam zerfallen ist.
Im 17. bis 19. Jahrhundert sind es vor allem die Flurnamen Burgmatte, Burgrain, Schlossmatten, Matten in der die alte Burg steht, in verschiedenen Urbaren, Rechnungsbüchern und Gülten, die an die Burg erinnern.

| 2. Wuosthütte Die Wuost-Hütte ist eine echte Obwaldner Alphütte aus dem Jahre 1755. Sie stand bis vor wenigen Jahren auf der Alp Wuost, zwischen Miessenstock und Glaubenberg. | ||||||
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| 3. Fischerhütte Das heute als Holzhütte genutzte, an den Garten des Pfarrhauses gebaute Gebäude, war früher eine Schiffhütte und erinnert heute noch an den Rudenzersee. | ||||||
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| 4. Sigristenhaus Das Sigristenhaus (das Haus des Küsters) wurde 1783 nach dem Ablassen des Rudenzer Sees erbaut und 2004 umfassend renoviert. Vermutlich wurde das alte Haus des Sigristen durch einen Brand zerstört. Im Gegensatz zum Pfarrhaus weist das Sigristenhaus immer noch das aus der Bauzeit stammende flache Tätschdach auf. Diese schwache Dachneigung ermöglichte die Befestigung der Holzschindeln mit Rundhölzern und Steinen. | ||||||
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| 5. Pfarrhaus Im Jahre 1633 wurde auf dem von Caspar Müller gestifteten Grundstück ein neues Pfarrhaus gebaut. Das wurde mit der Verlegung der Pfarrkirche an den heutigen Standort notwendig. | ||||||
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| 6. Hügel mit der Pfarrkirche, ehemals Sitz der Herren von Hunwil Auf diesem Hügel bauten um 1300 die Herren von Hunwil eine Burg. Diese stammten aus dem Kanton Luzern und kamen, vermutlich wegen dem Verkauf der Murbacher Höfe an Österreich, nach Obwalden. Sie erlangten innert kurzer Zeit eine dominierende Stellung, und die Familie stellte in der Zeit von 1328 bis zu ihrer Absetzung an der Landsgemeinde 1382 fast ununterbrochen den Landammann. Das Meieramt von Giswil ging 1361 von den Rudenz an die Hunwil über. Nach deren Wegzug kauften die Kirchgenossen von Giswil dieses Meieramt und die damit verbundene hohe Gerichtsbarkeit. Dadurch wurde Giswil ein Freistaat im Lande Obwalden mit eigenem Blutbann und allen Rechten. Die aus dem Kauf entstandenen Konflikte wurden 1432 von einem eidgenössischen Schiedsspruch geschlichtet und die Giswiler verloren ihre vorrechtliche Stellung wieder. Die Burg verblieb nach dem Wegzug in deren Besitz. Die „Zwingelmatte“, wie sie genannt wurde, sowie Nutzungsrechte am Rudenzersee kamen vermutlich im 15. Jh. in den Besitz der Familie Imfeld und Wirz in Sarnen. Aus der Bauzeit der Burg sind noch Teile der Umfassungsmauer, vor allem gegen die Strassenseite, erhalten geblieben.
Nach dem Untergang der alten Pfarrkirche anno 1629 beschlossen die Kilcher auf Anraten eines Schiedsgerichts, das Gotteshaus auf dem „Zwingel, wo die Herren von Hunwil Schloss gestanden“ neu aufzubauen und kauften von Landammann Sebastian Wirz das Land. Baumeister war Jacob Dellbraf aus dem Maggiatal. Am 25. Juni 1635 wurde das neue Gotteshaus mit seinen drei Altären eingeweiht. Der Kirchenpatron ist, wie schon in der alten Kirche, der hl. Laurentius. 1781 erhielt die Kirche neue Altäre und eine Kanzel von Josef Waser aus Wolfenschiessen. Das Hochaltarbild, den hl. Laurentius darstellend, wurde von Josef Reinhard aus Luzern gemalt. Die Bilder auf den Seitenaltären wurden 1970 bei der letzten Renovation aus Spanien zugekauft. | ||||||
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| 7. Gedeckte Holzbrücke über die Laui Diese Brücke wurde 1939 erbaut. Vorher überquerte man hier die wilde, heute kanalisierte Laui auf einem (bei drohendem Hochwasser) demontierbaren Brettersteg. Die Brücke ist mit Holzschindeln gedeckt und weist beidseits unter dem Krüppelwalm je einen sinnigen Spruch auf. | ||||||
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| 8. Kapelle „Alte Kirche“ Die offene Kapelle, die 1935 anstelle eines alten Helgenstöcklis erbaut wurde, erinnert an die Stelle, an der die alte Pfarrkirche am 13. Juli 1629 von der Laui schwer beschädigt wurde. Die erste Kirche, die vermutlich ebenfalls hier gestanden hat, dürfte wegen dem Patrozinium des hl. Laurentius im 11. Jh. erbaut worden sein. In dieser Zeit wurde auch Lungern von der Kirche Giswil aus betreut. Vermutlich wurde im 15. Jh. nach einem Brand eine neue Kirche gebaut, die kurz vor dem Untergang 1629 noch renoviert wurde. Die Ruine des alten Kirchenturmes soll noch bis ins Jahr 1822 zu sehen gewesen sein. Heute ist der genaue Standort der alten Kirche nicht mehr bekannt. Die Pietà ist eine Kopie, das Original steht in der Pfarrkirche St. Laurentius und stammt aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. | ||||||
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| 9. Schlegelsäge Die Schlegelsäge wurde 2002-2004 von Mitgliedern der Heimatkundlichen Vereinigung Giswil gebaut. Schlegelsäge wird sie genannt, weil das Gatter jeweils von einem Schlegel hochgedrückt wird, um anschliessend beim Herunterfallen einen Sägezug auszuführen. Vorbild war die „Alte Säge“ im Kleinteiler Dörfli, am Wissibächli unterhalb der Kapelle, heute ist dort lediglich noch das Gebäude zu sehen. | ||||||
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| Mögliche Erweiterung der Wanderung auf dem | ||||||
| Erlebnispfad zur Steibi | ||||||
| Von der Schlegelsäge aus lohnt sich ein Abstecher dem Altibach entlang hinauf zur <<Steibi>>, dem Wasserfall im Altibach. Hier wurde 1923 ein Tunnel erstellt, um das Flössholz unbeschadet neben dem Wasserfall hinunter ins Tal zu bringen. Wanderzeit: ca. 1 bis 1.5 h. | ||||||
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| 10. Alter Turm Kleinteil Die Burgruine im Kleinteil, seit dem 17. Jh. Rosenberg genannt, ist der Überrest eines Meierturmes. Der Turm wurde wohl im 13. Jahrhundert inmitten eines nicht näher definierbaren, vielleicht bis in die Jahrtausendwende zurückreichenden Gebäudekomplexes, errichtet. Bei diesem Gebäude handelte es sich um den Hof zu Giswil, einen der 16 Meierhöfe des Benediktinerstifts Luzern-Murbach in der Innerschweiz, und um das herrschaftliche Verwaltungszentrum dieses Stiftes im oberen Talabschnitt Obwaldens. | ||||||
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| 11. Kapelle im Kleinteil Die Kapelle im Kleinteil wurde in den Jahren 1664-1667 von Balzer Dellbraf errichtet. Sie wurde 1684 eingeweiht und ist dem hl. Anton von Padua geweiht. Die Kapelle hat eine schlichte, teilweise barocke Ausstattung. Das Kreuz an der inneren Rückwand der Kirche stammt aus der alten gedeckten Holzbrücke über den Bluiwelbach. Diese wurde 1933 abgerissen. Der Altar stammt aus der Bauzeit und ist stilistisch verwandt mit dem Altar des Beinhauses in Rudenz. Die Arbeit wurde vermutlich von den gleichen Handwerkern ausgeführt. | ||||||
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| 12. Haus im Grütli Dieses Haus ist ein Doppelhaus, der linke Teil stammt aus dem 16. Jahrhundert. Die rechte Seite wurde in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts angebaut, aus dieser Zeit sind noch Konsolenfriese vorhanden. Später wurden auch hangseitig diverse Anbauten vorgenommen, darum weist dieses Haus heute eine für Obwalden seltene grosse Länge auf. Laut Überlieferung fanden in der Stube dieses Hauses jeweils Verhandlungen im Zusammenhang mit den Grenzstreitigkeiten zwischen Giswil und Sörenberg statt. | ||||||
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| 13. Doppelspycher Brend Der Doppelspycher stammt aus dem 17. Jahrhundert. Alle einfachen Spycher wurden jeweils von einem einzigen Besitzer benützt, da man den Zugang zu den persönlichen Vorräten nicht für andere öffnen wollte. Dieser Doppelspycher ist das einzige Gebäude dieses Typs in Obwalden. Die Firstlinie teilt das Gebäude in zwei symmetrisch angeordnete Hälften mit verschiedenen Eigentümern. Jeder Raum dieses Gebäudes ist durch einen separaten Zugang von aussen erschlossen. | ||||||
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| 14. Haus in der Brend Dieses Haus stammt aus dem Jahre 1643. Der vermutliche Bauherr war Joachim Enz. Im Jahre 1910 wurde die Neigung des Dachstuhles erhöht, der damalige Besitzer war Ratsherr Josef Abächerli. Die Detailkonstruktion des Klebdaches ist hier sehr gut sichtbar. Im Gegensatz zum Nachbarhaus im Grütli sind hier die ehemals offenen traufseitigen Lauben geschlossen und in den Wohnraum integriert worden. | ||||||
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| 15. Haus Furren Das Haus stammt aus dem 17. Jahrhundert. Die Wohnräume im ersten Stock weisen rekonstruierte Zugläden auf, im Gegensatz zu den Schiebläden im zweiten Stock. Typisch für das Obwaldner Bauernhaus ist das Klebdach über dem ersten Wohngeschoss. Wie der Name ausdrückt, wurde dieses Schutzdach mit Holznägeln oder verkeilten Zapfen an der Wand befestigt. Neben dem Haus ist ein hochgiebliger Spycher zu sehen, der um 1800 gebaut wurde. | ||||||
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Übergang über die Laui | ||||||
Der Übergang über die Laui soll den Wanderer an die Gefahren und Nöte erinnern, die die Laui während Jahrhunderten über Giswil gebracht hat. Das Totenbuch im Pfarrhof berichtet uns in den vergangenen dreihundert Jahren fast jährlich von tragischen Unfällen. Meist plätschert ihr Wasser friedlich dahin und das Bachbett lädt zum Verweilen, Spielen, Planschen und Picknicken ein. Bei Schneeschmelze und bei Gewittern kann sie sich aber auch ganz anders gebärden. | ||||||
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signalisiert. Ab dem Fahrverbot nach dem Zwirchi noch etwa 10 Minuten Fussmarsch.